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Jahresberichte Pachtstrecke

Fischökologischer Bericht 2014

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2014:
2014 waren die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare meistens günstig und der jeweiligen Jahreszeit entsprechend. Ab Ende Mai bis Mitte Juni hatten wir ein mittleres Hochwasser. Weitere kurze Hochwasserereignisse gab es Ende Juli, im November und während einem Tag unmittelbar nach dem Jahreswechsel. Zudem floss im Revier 18 infolge dem Umbau des KW-Rüchlig in der ersten Jahreshälfte immer noch fast die ganze Abflussmenge über die Restwasserstrecke.
Die Wassertemperaturen erreichten keine Extremwerte. Dem milden Winter und dem einigermassen schönen Frühling folgte ein verregneter und relativ kühler Sommer. Die Sommerwassertemperatur stiegen nur wenig über 20°C. Die kurzeitigen Spitzenwerte betrugen 22,8°C. Für Salmoniden sind damit auch 2014 keine kritischen Wert erreicht worden.
Zusammenfassend können für 2014 die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare als gut beurteilt werden.


Laichgeschäft 2014:
Der Laicherfolg der kieslaichenden Arten ist von stabilen Abflüssen und auch von günstigen Wassertemperaturen abhängig (siehe auch fischökologischer Kurzbericht 2012).
Die Laichzeit 2014 fand weitgehend unter günstigen Bedingungen statt. Bemerkenswert ist die im Gegensatz zum Vorjahr sehr erfolgreiche Äschenverlaichung. Das gute Larvenaufkommen und die zahlreichen Fänge von Äschen-Sömmerlingen im November 2014 weisen auf einen guten Äschenjahrgang 2014.
Auch für die übrigen im Frühjahr laichenden Fischarten waren die Laichbedingungen weitgehend gut. Gewisse Nachteile entstanden durch das Junihochwasser in den Restwasserabschnitten, wo sich ein eher geringes Jungfischaufkommen zeigte. In diesen Abschnitten ist durch das Hochwasser möglicherweise ein Teil der Fischbrut in unterliegende Flussabschnitte abgeschwemmt worden.
Die Forellenlaichzeit 2014/2015 fand unter idealen Bedingungen statt. Sofern bis April 2015 Hochwasserereignisse ausbleiben, kann mit dem Heranwachsen von Jungforellen aus Naturverlaichung gerechnet werden.


Beurteilung der Bestandesentwicklung aufgrund der Fangstatistik 2014:
Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 3’548 Fischen das schlechte Fangresultat des Vorjahres um 667 Fische übertroffen. Der Eglifang wurde mit 1'180 Stk. mehr als verdoppelt. Weitere bedeutende Fangschwankungen zeigen sich beim Aal (-53), beim Rotauge (-142) und beim Hasel (+262). Ausgenommen beim Aal dürfte es sich dabei um saisonale Schwankung handeln. Bei den übrigen Arten sind die Fangschwankungen gering und unbedeutend. Bemerkenswert ist mit 315 Stk. der über dem langjährigen Mittel liegende Äschenfang. Dieser zeigt, dass die Äschenpopulationen im VFAB-Gebiet sehr erfreulich sind.
Die Fänge von Bachforelle (178 Stk.) und Barbe (72 Stk.) sind stabil, liegen aber auf einem tiefen Niveau. Die Populationen dieser Arten sind in den letzten Jahren eindeutig kleiner geworden. Woran das liegt ist schwierig zu beurteilen.
Die 32 Aalfänge sind das schlechteste Resultat seit 1978. Grund für den laufenden Bestandesrückgang ist die nicht mehr gewährleistete Fortpflanzung. Es ist nachgewiesen, dass die meisten Laichtiere auf ihrer Laichwanderung zum Meer in Kraftwerkturbinen getötet werden. Zusammenfassend kann gestützt auf die Fangstatistik 2014 für die meisten Arten eine stabile Bestandesentwicklung angenommen werden.

Entwicklung Seitengerinne im Auenpark Rupperswil:
Im Jahr 2014 hat sich die Abflusssituation im neuen Seitenlauf der Restwasserstrecke KW Rupperswil-Auenstein weiter verschlechtert. Eine durchgehende Wasserführung ist nur noch bei maximaler Restwasserdotierung von Mai bis August vorhanden. Während den übrigen 8 Monaten ist das Gerinne im Bereich des früheren Fussballplatzes trocken. Dank dem Zufluss über die Flutmulde erfüllt während dieser Periode wenigstens der unteren Abschnitt des Seitenarms die Bedingungen eines aquatischen Lebensraums.
Zusammenfassen stellt der neue Seitenarm nach wie vor lediglich ein Klein- und Jungfischhabitat dar.


Rolf Acklin




Fischökologischer Bericht 2013

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2013:
2013 waren die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare vergleichbar mit dem Vorjahr und sind als gut zu beurteilen. Ausgenommen im Frühling war die Wasserführung mehrheitlich der Jahreszeit entsprechend. Nach einem schneereichen Winter führte ein nasser Frühling ab Mitte April zu Hochwasser. Ein kleines Hochwasser gab es auch anfangs November. Zudem floss im Revier 18 wegen dem Umbau des KW-Rüchlig immer fast die ganze Abflussmenge durch die Restwasserstrecke.
Wassertemperaturen über 200C wurden ab 20. Juli während 7 Wochen und Mitte Sept. während 1 Woche gemessen. Spitzen von 220C bis 22,80C wurden an 3 Tagen im Juli und an 2 Tagen im August erreicht. Für Salmoniden sind damit keine kritischen Wert erreicht worden.
Auch 2013 wurden nach Hochwasserereignissen in den Revieren 16 und 17 viele Fische in Mulden eingeschlossen und vernichtet. Hauptgrund dafür ist, dass in den Restwasserabschnitten die Wasserführung nach Hochwasser jeweils unnatürlich rasch zurück geht.


Laichgeschäft 2013:
Der Laicherfolg der kieslaichenden Arten ist von stabilen Abflüssen abhängig (siehe auch fischökologischer Kurzbericht 2012).
Wie im Vorjahr waren die Laichgründe für Kieslaicher aufgrund von Hochwasser im Dezember 2012 optimal vorbereitet. Trotzdem waren die Fortpflanzungsbedingungen für die Äschen infolge des Hochwassers ab Mitte April schlecht. Fänge von Äschen-Sömmerlingen im Herbst zeigten dann, dass doch ein kleiner Äschenjahrgang 2013 heranwächst.
Für die übrigen im Frühjahr laichenden Fischarten waren die Laichbedingungen optimal. Es konnte ein verbreitetes und sehr erfreuliches Jungfischaufkommen registriert werden. Auch die Forellenlaichzeit war wieder einmal durch ideale Bedingungen begünstigt. Sofern bis April 2014 Hochwasser ausbleiben, ist von einem guten Laicherfolg auszugehen.


Beurteilung der Bestandesentwicklung aufgrund der Fangstatistik 2013:
Mit 2’881 Fischen resultiert das schlechteste Fangresultat seit Einführung der neuen Statistik. Es liegt fast 50% unter dem des Vorjahres. Gründe dafür sind der Rückgang der Eglifänge um 1'882 Stk. (war nach dem Rekord 2012 zu erwarten), die sehr geringen Fänge der Fliegenfischer, die Behinderung der Fischerei durch Hochwasser und die geringen Fänge im Revier 18 (Umbau KW Rüchlig).
Die geringen Fänge der Fliegenfischer sind rätselhaft. Am Bestand des Hauptzielfisches, der Äsche liegt es nicht. Der gute Äschenfang (303 Stk.) spricht für gute Bestände. Mit 172 Stk. ist der Forellenfang der schlechteste seit 1978. Er bestätigt den seit 4 Jahren festzustellenden Abwärtstrend. Die Gründe sind kaum erklärbar. Der Besatz erfolgt schon länger unverändert und die Sommerwassertemperaturen sind im VFAB-Gebiet seit mehreren Jahren kaum gestiegen. Der Grund ist eher in den wiederholten, hochwasserbedingten Laichausfällen zu suchen. Die Fangrückgänge aller übrigen Arten dürften dagegen normale Schwankungen darstellen und nicht die Folge von allgemein abnehmenden Beständen sein.

Auenpark Rupperswil:
Im Auenpark Rupperswil hat sich die Situation nicht verändert, d.h. die in den fischökologischen Kurzberichten 2011 und 2012 enthaltenen Beurteilungen sind immer noch zutreffend (positive und negative). Aus fischökologischer Sicht sehr auffällig und negativ ist der neue Seitenlauf. Der Nutzen für die Wassertiere entspricht aufgrund des viel zu geringen Wasserzuflusses nach wie vor nicht den fischökologischen Erwartungen. Im Winter steht das Wasser im obersten Abschnitt vollständig und beim früheren Fussballplatz ist das Gerinne trocken. Eine wirkliche Wasserdotierung ist nur über die Flutmulde vorhanden. Als Laichhabitat für Forellen genügt diese Wassermenge aber trotz guten Laichgründen nicht; es konnten auch keine Laichstellen gefunden werden.
Auch im Sommer wird der Seitenlauf kaum von grösseren Fischarten besiedelt. Die ausgedehnten, als Laichhabitate geeigneten Kiesbänke, sind und bleiben damit in dieser Funktion völlig nutzlos. Zusammenfassend stellt das Gewässer nach wie vor nur ein Klein- und Jungfischhabitat dar.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2012

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2012:
Die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare sind als gut zu beurteilen. Die Wasserführung war meistens der Jahreszeit entsprechend günstig. Hochwasser gab es im Januar und von Oktober bis Dezember. Beim Abklingen derselben wurden im Revier 16 leider oft viele Fische in Mulden eingeschlossen und vernichtet. Zudem fliesst beim KW-Rüchlig (KW-Umbau) seit Monaten fast die ganze Abflussmenge durch die Restwasserstrecke. Die höchsten Wassertemperaturen wurden im August verzeichnet und lagen ca. eine Woche bei 22 - 23°C. Damit wurde der für Salmoniden kritische Grenzwert von 24 - 25°C noch nicht erreicht.

Laichgeschäft 2012:
Laichgebiete kieslaichender Fische befinden sich im VFAB-Gebiet mehrheitlich in Restwasserstrecken. Da Laichstellen durch Geschiebetrieb zerstört werden können, ist der Laicherfolg deshalb stark von ausbleibenden Hochwassern in der Laich- und Brutzeit abhängig.
Durch das Winterhochwasser 2011/2012 waren die Laichgründe optimal vorbereitet. Aufgrund günstiger Bedingungen während der Laichzeit im Frühjahr war der Laicherfolg für die meisten Arten gut bis sehr gut. Es konnte ein sehr erfreuliches Jungfischaufkommen festgestellt werden, so auch bei den Äschen. Dagegen wurde die Forellenlaichzeit erneut durch ein Winterhochwasser beeinträchtigt, d.h. es resultiert wieder ein schlechter Laicherfolg.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2012:
Das Fangresultat ist mit 5’629 Fischen rekordverdächtig. Im Vergleich zu 2011 sind die Ertragsschwankungen mehrheitlich gering. Bei der Barbe setzte sich der Abwärtstrend fort, was auf geringe Bestände schliessen lässt. Der Forellenbestand hat sich auf tiefem Niveau stabilisiert. Im Aufwind ist der Eglibestand. Das Rekordergebnis 2011 wurde mit 2’437 Stück mehr als verdoppelt. Auch bei fast allen übrigen Arten wurden erfreuliche Fänge erzielt. Der leichte Rückgang bei den Äschen ist die Folge ungünstiger Fangbedingungen im Herbst (oft Hochwasser). Zusammenfassend darf erneut festgestellt werden, dass die Fischbestände in den VFAB-Revieren sehr erfreulich sind.

Auenpark Rupperswil:
Seit Herbst 2011 sind die Auenpark-Massnahmen in der Restwasserstrecke Rupperswil-Auenstein realisiert. Aus fischökologischer Sicht können nun erste Schlüsse gezogen werden. Mit dem Umgehungsgewässer beim Stauwehr, der Erhöhung der Restwasserdotierung auf 15 - 25 m3/s, der Strukturierung mit Buhnen, Kiesschüttungen und Aufweitungen sowie der Wiederherstellung der Fischgängigkeit bei der Ruschi oberhalb „Loch Ness“ wurde der Fischlebensraum im betroffenen Gebiet deutlich aufgewertet, ausgeweitet und vernetzt.
Dagegen ist leider der Nutzen des neuen Seitenlaufs für Wassertiere, insbesondere aber für Fische zum heutigen Zeitpunkt sehr fraglich. Die fischökologischen Erwartungen sind aufgrund des viel zu geringen Wasserzuflusses nicht erfüllt. Im Winter fliesst nur ein spärliches Rinnsal. Stellenweise trocknet das Gerinne sogar aus. Im Sommer wäre der Wasserzufluss zwar genügend. Grössere Fische wandern aber trotzdem kaum ein, um von den ausgedehnten Kiesbänken (Laichhabitate) und den zahlreichen Grundwasseraufstössen zu profitieren. Der Grund dürfte der breite, seichte und keine Lockströmung aufweisende Mündungsbereich sein. Die meisten Fische, insbesondere die grösseren Arten, steigen darum mehrheitlich in den Hauptlauf auf. Deshalb war im neuen Seitenlauf auch keine Äschenbrut zu finden.
Damit stellt der neue Seitenarm mit jahreszeitlichen Einschränkungen zurzeit lediglich ein Klein- und Jungfischhabitat dar. Grössere Fischarten wandern nur bei Hochwasser ein. Dieses fischökologische Defizit kann nur mit einer ganzjährig genügenden Wasserführung und mit günstigeren Strömungsverhältnissen im Mündungsbereich verbessert werden.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2011

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2011:
Die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare sind als gut zu beurteilen. Aufgrund geringer Niederschläge war die Wasserführung in der Aare fast das ganze Jahr stabil und unterdurchschnittlich. Die Wassertemperatur im Sommer lag zwar oft leicht über 20°C, stieg aber nur während einer Woche im August auf über 22°C (Spitzenwert 23,6°C). Damit wurden für die Salmoniden noch keine kritischen Werte erreicht. Eher als ungünstig zu werten ist wie im Vorjahr das Hochwasser Ende Dezember zu verzeichnen.

Laichgeschäft 2011:
Durch das Dezemberhochwasser 2010 waren die Laichgründe für die kieslaichenden Arten bestens vorbereitet. Die stabile und niedere Wasserführung verhalf den meisten Arten zu einem sehr erfolgreichen Laichgeschäft. Es konnte ein sehr gutes Jungfischaufkommen registriert werden. Speziell zu erwähnen ist dabei die Äsche. Das Brütlingsvorkommen bei dieser Art war sensationell.
Negativ verlief die Forellenlaichzeit. Es ist anzunehmen, dass wie 2010 die meisten Forellenlaichstellen durch das Winterhochwasser 2011/2012 zerstört wurden. Da die Naturverlaichung der Forelle aufgrund der PKD-Problematik sehr fraglich ist, darf dieser Misserfolg aber nicht überbewertet werden. Dieses Hochwasser hat auch etwas Positives, denn die Laichgründe für die Laichzeit 2012 wurden optimal vorbereitet.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2011:
Das Fangresultat ist relativ stabil und beweist, dass die Fischbestände in unserem Pachtabschnitt nach wie vor erfreulich sind. Im Vergleich zu 2010 sind die Ertragsschwankungen - ausser bei der Forelle (-153) und beim Alet (+172) - eher klein. Der Grund für den Forellen-Fangrückgang ist schwer zu beurteilen. Die Lebensbedingungen in der Aare haben sich jedenfalls kaum verändert und begründen kaum eine markante Bestandesabnahme. Dagegen spricht auch der Umstand, dass wie üblich auch im Herbst 2011 oft die schönsten Forellen gehakt wurden.
Der Äschenbestand ist offensichtlich gut (drittbeste Fangzahl seit 1978). Aufgrund der guten Laicherfolge der letzten Jahre ist auch der Bestand juveniler Äschen sehr gut. Auf einem tiefen Niveau angelangt sind dagegen die Barben- und Aalbestände. Die laufend abnehmenden Hechtfänge sind nicht erklärbar. Der Hechteinsatz wird seit Jahren in unverändertem Rahmen durchgeführt und das Futterangebot hat nicht abgenommen. Die überdurchschnittlichen oder guten Alet-, Rotaugen- und Haselfänge sind der Beweis dafür. Die häufigen Fänge von Junghechten zeigen auch, dass der Hechtnachwuchs vorhanden ist. Auch der Eglibestand scheint gut zu sein (mit 1’198 Stück bester Fang seit 1978) und beweist auch ein gutes Jungfischaufkommen (Eglinahrung).

Auenpark Rupperswil:
Seit Herbst 2011 ist der neue Seitenarm im Revier 17 fertig. Das Hochwasser Ende Jahr hat die Baggerspuren beseitigt und den neuen Flusslauf positiv modelliert. Leider ist die Wasserspeisung im Winterhalbjahr zu gering. Die wunderbaren Kiesbänke liegen trocken oder sind nur geringfügig überströmt. Aus fischökologischer Sicht erscheint der riesige Aufwand zumindest im Moment als nutzlos.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2010

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2010:
Die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare glichen dem Vorjahr und sind als gut zu beurteilen. Die Wasserführung war meistens sehr günstig, insbesondere während der Laichzeit im Frühjahr. Hochwasser hatten wir nur im August und im Dezember. Die Sommerwassertemperatur stieg nur im Juli und 1 Woche im August auf über 200C (Spitze 23,3°C, Monatsmittel Juli 20,9°C). Äschen und Forellen dürften damit den Sommer 2010 gut überstanden haben. Nachteilig war das Hochwasser im Dezember für die Laichzeit der Forelle.

Laichgeschäft 2010:

Die günstige und stabile Wasserführung verhalf im Frühjahr wie bereits 2009 den meisten Arten zu einem überdurchschnittlich erfolgreichen Laichgeschäft. Es konnte ein erfreulich gutes Jungfischaufkommen festgestellt werden, insbesondere auch Äschenbrütlinge.
Sehr ungünstig waren die Bedingungen für die Forellenverlaichung. Aufgrund des Dezemberhochwassers ist anzunehmen, dass die meisten Laichstellen zerstört wurden. Da die Naturverlaichung der Forelle infolge der PKD ohnehin sehr fraglich ist, ist dieser Ausfall zu verschmerzen; der Forellenbestand in der Aare dürfte weitgehend vom Besatz abhängen.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2010:
Die Fangstatistik zeigt die Tendenzen der letzten Jahre und mit einer Ausnahme keine abnormalen Schwankungen. Gestützt darauf kann grundsätzlich angenommen werden, dass die Fischbestände im VFAB-Gebiet nach wie vor relativ gut sind. Die Ausnahme ist positiv und betrifft das Egli mit 1’165 Stück. Letztmals wurden 1984 über 1’000 Egli gefangen. Auch die Forellen- und Äschenfänge waren überdurchschnittlich. Die Aal- und Barbenfänge haben dagegen erneut abgenommen. Die kantonalen Empfehlungen zur kulinarischen Verwertung von Aalen und Barben dürften dazu beigetragen haben. Wegen der Belastung mit dem Umweltgift PCB sollten diese nicht zu oft gegessen werden.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2009

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2009:
Die Lebensbedingungen für die Fische waren in der Aare gut. Die Wasserführung war sehr günstig. Es gab keine extremen Hochwasser. Zudem stieg die Wassertemperatur im Sommer nur während ca. 4 Wochen auf über 20°C (Spitze 23,5°C; Monatsmittel August 20,8°C).
In der Restwasserstrecke Revier 17 wurde der aquatische Lebensraum durch die vor ca. einem Jahr erfolgte Restwassererhöhung nachhaltig verbessert. Die Folge ist eine spürbare Erhöhung des Fischbestandes. Zu hoffen ist, dass die Restwassermenge auch im Revier 16 bald erhöht wird.

Laichgeschäft 2009:
Aufgrund der günstigen Wasserführung waren die Bedingungen für das Laichgeschäft aller Arten gut. Ein leichtes Hochwasser im April (Spitze 623 m3/s) gefährdete allerdings die Äschenverlaichung. Anfangs Mai konnten dann aber erfreulich viele Äschenbrütlinge gefunden werden. Die gute Äschenverlaichung wurde dann auch im Herbst mit dem häufigen Fang von Äschen-Sömmerlingen (Länge ca. 15 cm) bestätigt. Damit resultiert nach 4 Jahren mit weitgehenden Laichausfällen wieder eine gute natürliche Äschenreproduktion. Auch für die übrigen Arten zeigte das gute Jungfischaufkommen einen guten Laicherfolg.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2009:
Im Vergleich zu 2008 wurden mehrheitlich höhere Fänge erzielt. Auffällig sind die Forellenfänge. Diese sind seit 3 Jahren ansteigend und liegen auf dem höchsten Stand seit Bestehen der VFAB. Auch der gestiegene Äschenfang zeigt, dass sich die Bestände wieder erholt haben. Bei den übrigen Arten liegen die Ertragsschwankungen im normalen Rahmen. Bedenklich sind allerdings der auf tiefem Niveau liegende Barbenfang und der abnehmende Aalfang. Zusammenfassend zeigt das Fangresultat 2009, dass die Fischbestände im Pachtabschnitt der VFAB relativ gut sind.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2008

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2008:
Abgesehen von 2 Frühlingshochwassern waren die Lebensbedingungen für die Fische gut. Im Sommer stieg die Wassertemperatur nicht auf kritische Höhen (Spitze 22,5°C).
Im Restwasserabschnitt Rupperswil-Auenstein wurde die Restwassermenge auf 15 - 25 m3/s erhöht. Der Fischlebensraum wurde damit mehrfach aufgewertet. Insbesondere im Sommer sind die Lebensbedingungen für Fische nun um ein Vielfaches besser. Eine weitere Fischlebensraumerweiterung wurde im Rohrer Schachen mit einem neuen Seitenlauf erreicht.

Laichgeschäft 2008:

Die Bedingungen während der Laichperiode waren mit einer Ausnahme ideal. Die Ausnahme betraf erneut die Äsche. Im April führten 2 Hochwasser (Spitzen Pegel Brugg 750 m3/s und 845 m3/s) zu starken Geschiebeumlagerungen und damit bei der Äschenverlaichung das 4. Jahr in Folge zu massiven Ausfällen. Beobachtungen zeigten später, dass trotzdem ein beschränkter Äschenjahrgang 2008 aus Naturverlaichung heranwächst. Für alle anderen Fischarten verlief das Laichgeschäft unter idealen Bedingungen, was auf einen guten Nachwuchs hoffen lässt.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2008:
Die Fangstatistik zeigt gegenüber dem Vorjahr bei den meisten Arten erneut etwas geringere Fänge. Grösstenteils dürfte es sich dabei um normale Schwankungen handeln, jedoch kaum beim Egli und der Barbe. Nachdem 2004 über 900 Stück Egli gefangen wurden, sanken die Erträge laufend bis auf aktuell 133 Stück. Der Eglibestand ist damit wieder auf einem sehr tiefen Niveau angelangt. Bedenklich sind auch die sehr geringen Barbenfänge. Die Barbe hat in der Aare offensichtlich zunehmend Probleme. Der Forellefang liegt über den Durchschnitt der letzten Jahre und im Dezember wurde eine vermehrte Laichtätigkeit festgestellt. Dies deutet auf einen ansprechenden Forellenbestand. Äschen wurden wieder deutlich mehr gefangen. Die Populationen scheinen sich wieder etwas erholt zu haben. Für das Revier 19 trifft das mit nur 5 Fischen noch nicht zu. Die Fänge von Untermässern lassen jedoch auf eine Besserung hoffen.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2007

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2007:
Das Jahr 2007 war geprägt durch Hochwasser und extreme Wettersituationen. Im April herrschten Temperaturen wie im Juli. Im August führte tagelanger Dauerregen zu einem Rekordhochwasser (Spitze 1'390 m3/s). Das Hochwasser hat die Rüchliginsel zweigeteilt. Verluste am Fischbestand sind schwer abschätzbar. Da Jungfische im August schon grösser sind und adulte Fische kaum unter Hochwasser leiden, sind eher geringe Verluste anzunehmen.

Laichgeschäft 2007:
Die Bedingungen waren während der Laichperiode mit einer Ausnahme ideal. Die Ausnahme betraf leider wieder die Äschen. Nachdem die meisten Fische bereits abgelaicht hatten, führte ein Hochwasser im März zu starken Geschiebeumlagerungen und damit zu massiven Laichausfällen. Aufgrund Hochsommerwetter im April stieg dann die Wassertemperatur in der Aare auf weit über 10°C (Spitze 17,6°C). Solche Temperaturen vertragen Äscheneier schlecht. Im Mai konnten in der Folge nur einzelne Äschenbrütlinge gefunden werden. Damit ist das dritte Jahr in Folge eine sehr geringe natürliche Äschenreproduktion anzunehmen. Für alle anderen Fischarten kann aufgrund der ausgeglichenen Wasserführung von April bis Juni ein Laicherfolg im guten Rahmen der letzten Jahre angenommen werden.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2007:
Die Fangstatistik zeigt gegenüber dem Vorjahr bei den meisten Arten geringere Fänge. Mindestens zum Teil ist das die Folge der oft ungünstigen Fangbedingungen (Hochwasser). Sehr stark ist der Fangrückgang bei den Äschen und Barben. Die sehr geringe natürliche Äschenreproduktion der letzten Jahre zeigt nun ihre Wirkung auf die Bestandesgrösse. Im Revier 19 sind die Fänge völlig eingebrochen. Da die Laichhabitate hier in der Restwasserstrecke des Kraftwerkes Aarau liegen, sind Hochwasser in der Äschenlaichzeit besonders negativ. Die Statistik zeigt aber auch erfreuliche Fangerträge. Beispielsweise wurden deutlich mehr Forellen, Schleien und Welse gefangen.

Bemerkungen zum Wels:
Der Wels ist nicht bei allen Fischern willkommen, da er ein „grosser Räuber" und bei uns nicht heimisch sei. Dazu folgende Bemerkung: Der Wels und der Hecht sind ausgeprägte Raubfische. Der beliebte Hecht ist ein eben so „grosser Räuber". Der Wels ist wie der Hecht eine einheimische Fischart. In der Solothurner Aare und in den Jurarandseen ist der Wels immer vorgekommen. Aufgrund günstigen Bedingungen hat er sich nun flussabwärts ausgebreitet. Aus fischökologischer Sicht gibt es deshalb keinen Grund, diese Fischart zu verachten. Das Welsvorkommen bedeutet vielmehr eine fischereiliche Bereicherung.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2006

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2006:
Die 1. Jahreshälfte war durch eine hohe Wasserführung von März bis Mitte Juni geprägt. Spitzenabflüsse im April führten zu einem deutlichen Geschiebetrieb. Nach Abklingen des Hochwassers zeigten sich entsprechend veränderte Flusssohlen. Weitere Hochwasser waren im September und Oktober zu verzeichnen. Im Sommer lag die Wassertemperatur rund während einem Monat auf über 20°C, zeitweise auch sehr deutlich (Spitze 24,2°C). Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Lebensbedingungen für die Fische im Jahr 2006 oft nicht so gut waren.

Laichgeschäft 2006:
Mit dem Frühlingshochwasser war mit negativen Auswirkungen auf den Laicherfolg vieler Fischarten zu rechnen. Massiv betroffen wurde die Äschenverlaichung. Durch Spitzenabflüsse im April bis 1’090m3/s wurde der Grossteil der Laichstellen zerstört. Damit ist für die Äschenverlaichung das 2. Jahr in Folge von einem annähernden Totalausfall auszugehen.
Der mit dem Aprilhochwasser verbundene Geschiebetrieb hatte aber auch positive Auswirkungen auf die anschliessende Laichzeit der übrigen Fischarten. Es entstanden optimale Laichhabitate. Im Mai/Juni war die Wasserführung zwar immer noch überdurchschnittlich, aber relativ stabil. Da die Eientwicklungszeit dieser Fische relativ kurz, ist waren die Bedingungen deshalb gar nicht schlecht. Somit kann für die meisten anderen Fischarten ein Laicherfolg im üblich positiven Rahmen der letzten Jahre angenommen werden.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2006:
Die Hochwassersituation im Frühling hat sich auch auf den Fischfang ausgewirkt. Das dürfte insbesondere auch für den im Vergleich zu 2004 und 2005 geringeren Forellenertrag zutreffen. Viele gute Fangstrecken waren oft nicht oder sehr schlecht befischbar. Die Ertragsschwankungen sind daher als normal einzustufen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass der VFAB-Pachtabschnitt bezogen auf das Fangresultat, aber auch bezüglich Lebensraum- und Artenvielfalt, ein schönes und vielfältiges Flussrevier ist.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2005

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2005:
Die Wasserführung war meistens relativ ausgeglichen. Hochwasser ereigneten sich im April und im August. Im Sommer stiegen die Wassertemperaturen zwar länger über 20°C. Kritische Werte wurden aber kaum erreicht. Damit waren die Lebensbedingungen für die Fische in der Aare - ausgenommen während der Äschenlaichzeit - recht gut.

Laichgeschäft 2005:
Zum Zeitpunkt des Aprilhochwassers hatten die Äschen bereits abgelaicht. In der Folge wurden die Lachstellen durch das Aprilhochwasser grösstenteils vernichtet. Anfangs Mai konnten trotz intensiver Suche kaum Äschenbrütlinge gefunden werden. Es muss ein sehr minimaler Äschenjahrgang 2005 aus Naturverlaichung angenommen werden.
Bei den übrigen Fischarten verlief das Laichgeschäft im positiven Rahmen der letzten Jahre. Es konnte ein erfreuliches Jungfischaufkommen feststellt werden. Da die Jungfische im August bereits gut gewachsen sind, dürften diese das Hochwasser Ende August ohne grössere Ausfälle überstanden haben. Unterstützt wurde der Laucherfolge auch durch den seit einiger Zeit wieder feststellbaren Geschiebetrieb.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2005:

Mit etwas über 5'000 Fischen sieht das Fangresultat sehr erfreulich aus. Bei mehreren Arten wurden höhere Fänge erzielt. Besonders zu erwähnen ist das Rotauge. Die 1’390 Stück sind das zweithöchste Fangresultat seit 1978. In den 90er-Jahren lagen die Fänge teilweise unter 100 Stück. Die Fangentwicklung zeigt, dass der Rotaugenbestand erfreulich angewachsen ist. Auch die Äschen- und Forellenfänge sind überdurchschnittlich, was auf gute Bestände hinweist. So konnten ab Ende November auch zahlreiche und zum Teil sehr grosse Forellen-Laichgruben festgestellt werden.
Zusammenfassend darf festgestellt werden, dass wir an unserem Fischwasser Freude haben dürfen und positiv in die Zukunft blicken können. Bestätigt wird das übrigens auch mit der Fischpasszählung 2005.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2004

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2004:
Aus fischökologischer Sicht verlief das Jahr recht positiv. Die Wasserführung in der Aare war zwar über das ganze Jahr wieder eher nieder, insbesondere im Frühjahr und Herbst. Die Wassertemperatur lag jedoch im Sommer nur ca. 1 Monat über 20°C und erreichte nie kritische Werte (Spitze 23,4°C). Im Vergleich zu 2003 (Hitzesommer) waren damit die Lebensbedingungen für die Fische wieder bedeutend besser.

Laichgeschäft 2004:
Das Laichgeschäft 2004 verlief aufgrund der immer stabilen Wasserführung recht gut. Nachteilig für die Kieslaicher war lediglich, dass die Laichgründe infolge seit Monaten ausbleibendem Hochwasser nicht ideal waren (fehlende Reinigung und Umschichtung der Kiesbänke). Das beobachtete Jungfischaufkommen war im Vergleich zum sehr guten Vorjahr z.T. etwas geringer, aber trotzdem nicht schlecht. Zusammenfassend kann für die meisten Fischarten eine relativ gute natürliche Reproduktion angenommen werden. Speziell zu bemerken ist die Tatsache, dass Forellen wieder Stellen finden, um eine Laichgrube zu schlagen, eine Auswirkung des zwar beschränkten, aber doch wieder vorhandenen Geschiebetriebs.

Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2004:
Mit 4'343 Fischen sieht das Fangresultat im Vergleich zu 2003 (Hitzesommer) wieder sehr erfreulich aus. Sehr positiv fallen insbesondere der Alet, die Forelle, der Hecht, das Egli und das Rotauge auf. Der Äschenfang liegt dagegen deutlich unter dem Durchschnitt. Ob das mit dem Hitzesommer 2003 zusammen hängt, ist schwierig zu sagen. Das gute Fangresultat widerspricht dieser These. Zusammenfassend darf gestützt auf die Fangstatistik festgestellt werden, dass die Fischbestände im Allgemeinen erfreulich sind.


Rolf Acklin

Fischökologischer Bericht 2003

Lebensbedingungen und Lebensraumentwicklung im Jahr 2003:
Das Jahr 2003 war extrem trocken und im Sommer extrem heiss. Der Jahrhundertsommer mit Lufttemperaturen von über 30°C hatte in allen Fliessgewässern der Schweiz niederste Abflüsse und sehr hohen Wassertemperaturen zur Folge. Viele Bäche trockneten über weite Strecken aus. Die Auswirkungen für die Fische - in Flüssen insbesondere für die Äschen - waren z.T. extrem. Im Rhein zwischen Schaffhausen und dem Bodensee stieg die Wassertemperatur auf 27°C, wodurch die national wichtigste Äschenpopulation fast ausgelöscht wurde. Auch in anderen Flussrevieren waren die Verluste bei dieser Fischart enorm.
Im VFAB-Gebiet lag die Wassertemperatur während rund 3 Monaten über 20°C, erreichte aber nur an wenigen Tagen Werte zwischen 24°C und 25°C. Damit blieb unser Fischwasser glücklicherweise von nennenswerten Schäden am Äschen- und Forellenbestand verschont. Für die anderen Fischarten stellte diese Ausnahmesituation kein Problem dar. Im Gegenteil, das über das ganze Jahr vorherrschende Niederwasser führte zu einer sehr guten Nahrungsgrundlage. Davon profitierten die wärmeunempfindlichen Arten. Aus fischökologischer Sicht können sich die VFAB-Fischer nach dem Hitzesommer zu den Glücklichen zählen.

Laichgeschäft 2003:
Das Laichgeschäft wurde durch die niedere Wasserführung begünstigt. Die Laichgründe waren für die Kieslaicher durch das Herbsthochwasser 2002 optimal vorbereitet und die Wassertemperatur stieg erst ab Mai auf höhere Werte. Damit hatten auch die Äschen ideale Laichbedingungen. Bereits Ende April waren überdurchschnittlich viele Äschenbrütlinge feststellbar. Ein ganz aussergewöhnliches Jungfischaufkommen war bei den übrigen Fischarten zu verzeichnen. Im Spätsommer zeigten sich in allen Revieren grosse Mengen Sömmerlinge, insbesondere Cypriniden (Alet, Barben, Rotaugen, etc.), aber auch Egli. Feststellbar waren erfreulicherweise aber auch in grosser Zahl vorkommende Jungfische aus den Vorjahren. Im Dezember konnten dann in Restwasserstrecken auch Forellen-Laichgruben registriert werden.


Beurteilung der Bestandesentwicklung gestützt auf die Fangstatistik 2003:
Mit 3’098 Fischen liegt das Fangresultat unter dem langjährigen Durchschnitt. Mindestens teilweise dürfte das eine Folge des Jahrhundertsommers sein, da relativ wenig gefischt wurde. Abnormale Ertragsabnahmen sind nicht festzustellen. Erfreulicherweise zeigte die Herbstfischerei, dass die Äschen den Sommer gut überlebt haben. Das Fangresultat ist sogar etwas höher als 2002. Das kann auch für die Forellen angenommen werden, denn im September gingen sehr oft Jungforellen an den Haken und in der Schonzeit mussten (durften) sehr häufig die schönsten Forellen zurückgesetzt werden. Zusammenfassend darf festgehalten werden, dass sich unser Fischwasser trotz Hitzesommer positiv entwickelt hat.


Rolf Acklin